Das schreiben die Zeitungen über die neue Show der Flying Steps am Morgen nach der Premiere am 03.04.2019 im Hamburger Bahnhof, wo hoch oben auf dem Dach sowohl eine Flagge der Flying Steps als auch von OSGEMEOS das Museum für Gegenwart schmücken.

Der Tagesspiegel:

[…] Im Retro-Jogginganzug flogen die Tänzer über die Bühne

Ein ungewöhnlicher Auftakt, für eine ungewöhnliche Show. Die mindestens dreijährige Arbeit an „Flying Pictures“ fand am Mittwochabend seine Premiere im Hamburger Bahnhof und bewies eindeutig, dass Kunst nicht nur ins Museum, Breakdancer nicht nur auf die Straße und ein klassisches Orchester nicht nur in die Oper oder ins Konzerthaus gehören. Inszeniert von der weltweit erfolgreichsten Urban-Dance-Crew, den Flying Steps und dem brasilianischen Kunstduo Osgemeos, verschmelzen bei „Flying Pictures“ Elemente von Kunst, Tanz und Musik. Osgemeos, das sind die Künstler und Zwillinge Gustavo und Otavio Pandolfo, die durch ihre Kombination von folkloristischen und zeitgenössischen Elementen der brasilianischen Kultur mit Graffiti, Hip-Hop, Musik und internationaler Jugendkultur bereits umfangreiche Werke geschaffen haben. Wie auch an ihren Exponaten für „Flying Pictures“ unverkennbar ist, sind Stauen in leuchtenden Farben und gelbhäutige Figuren ihr Markenzeichen. […]

Berliner Zeitung:

[…] So sieht es aus, wenn Breakdancer und Street Art Künstler den alten Klavierzyklus „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgski zum Tanzen bringen: Sie erzählen knappe Theaterepisoden.

Der Choreograf Vartan Bassil und seine Flying Steps halten sich in ihrer Inszenierung durchaus an die Reihenfolge der zehn Gemälde, die die Musik beschreibt. Trotzdem stellen sie alles auf den Kopf, setzen ihre eigenen Bilder mit einer Energie dagegen, dass die Bühne des Hamburger Bahnhofs am Ende im johlenden Zuschauerjubel versinkt. Dabei war das Publikum gut durchmischt mit Staatssekretären, Managern und Kunstsachverständigen.

[…] Bevor nun diese neue Inszenierung gelobt und gewürdigt und die Künste zueinander in Beziehung gesetzt werden, sei das nochmal klargestellt, dass hier nur absolute Ausnahmetänzer am Start sind.

auf Berlin.de steht:

«Alles Kreative fängt mit großer Leidenschaft an», sagte der Direktor der Nationalgalerie, Udo Kittelmann, am 03. April 2019 in Berlin vor der Premiere der Show im Hamburger Bahnhof. Jede Kulturinstitution wie ein Museum müsse mindestens so mutig sein wie die Künstler, «egal ob Tänzer, Musiker oder bildende Künstler». Kittelmann hatte Flying Steps bereits 2010 mit der Produktion «Flying Bach» in die Neue Nationalgalerie geholt. Vartan Bassil, kreativer Kopf der Flying Steps, begründete das Projekt mit seiner Faszination für Mussorgskys Musik und dem Wunsch, «die Bilder einer Ausstellung zum Leben zu erwecken».

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